Es werde Licht …

Veröffentlicht um 09:41 in Nerviges von AnneMone

Morgens und abends fahre ich ein Stück meines Weges zur und von der Arbeit mit dem Fahrrad. Zurück aus dem Urlaub ist es aber jetzt entweder morgens oder abends total finster auf der Strecke. Natürlich hab ich Licht am Fahrrad oder sagen wir’s besser: eine Lampe. Aber mit Licht hat das, was die ausstrahlt recht wenig zu tun. Ich werde zwar gesehen, aber ich seh nix. Bei einer Strecke die teilweise etwas holperig ist und immer wieder Pfützen zwischendurch hat, in denen man gut schlittern kann, sollte man schon was sehen.

Und nun hatte ich die Faxen dicke, denn ich hab nicht wirklich Lust, mich dort in den Dreck zu packen. Also bin ich auf dem Heimweg in den Fahrradladen meines Vertrauens gegangen und hab den Herren mein Leid geklagt. Natürlich gibt es Abhilfe: ich bekomme vorn ein neues Laufrad mit Nabendynamo und dann einen richtigen Scheinwerfer, wenn ich das richtig verstanden habe einen LUMOTEC IQ Fly von Busch und Müller. Das kostet zwar einiges, aber das Radfahren wird dann auch im Dunkeln Spaß machen.

Einen Einbautermin haben wir vereinbart; das geht ja im Herbst recht fix. Freitag abend gebe ich mein Fahrrad ab und kann es entweder nach einer Stunde wieder mitnehmen, wenn ich zur Abgabe rechtzeitig da bin, oder dann am Samstag abholen.

Update: … und es ward Licht.

Ich war pünktlich in der Werkstatt und der nette Mensch dort meinte, dass er alles, was ich am Fahrrad gemacht haben wollte, noch heute (innerhalb einer Stunde) hinbekäme. Also hab ich ihm das Rad und meine Telefonnummer dagelassen. Nach 40 Minuten rief er an, weil er schon fertig war.

Es ist tatsächlich sehr viel besser als vorher. Alles wie von dem Werkstattmenschen angemerkt. Sehr schön! Einen besseren Fahrradständer hat er auch angebracht. Jetzt kippt das Rad hoffentlich nicht mehr um, wenn ich es mal abstelle und die Gepäckträgertaschen dran sind. Die Gangschaltung hat er auch wieder hinbekommen.

Organisation will gelernt sein

Veröffentlicht um 20:12 in Nerviges von AnneMone

Ich habe seit einigen Jahren eine Bahncard 25, die ich seit diesem Jahr auch wirklich nutze. Die Kosten für diese Karte lasse ich im Lastschriftverfahren einziehen. Nun habe ich vor etwa 2,5 Jahren mein Konto umgestellt und zugegebenermaßen vergessen, der Deutschen Bahn meine neuen Kontodaten mitzuteilen. Nach den aktuellen Entwicklungen muss ich aber davon ausgehen, dass auch das nichts an meiner heutigen Situation geändert hätte.

Aber nun zur Geschichte: Als die Bahn im letzten Jahr feststellte, dass sie von meinem alten, nicht mehr existenten Konto nicht abbuchen konnte, schrieb sie mir. Ich sollte doch bitte den ausstehenden Betrag überweisen und parallel dazu die aktuellen Kontodaten mitteilen. Das hab ich auch beides getan.

In diesem Jahr nun schrieben mir die Damen und Herren erneut: Sie konnten von meinem Konto nicht abbuchen und ich möge doch bitte die Kontodaten korrigieren. Die Daten, die sie dabei erwähnten, waren noch immer die alten. Ich füllte also das Formular aus und sandte es zurück. Heute nun erhielt ich erneut ein Schreiben: es gäbe noch keinen Zahlungseingang für die offene Forderung. Konnte es auch nicht, darum hatte niemand gebeten. Im letzten Schreiben war nur nach den neuen Kontodaten gefragt worden.

Ich griff also zum Telefon und rief die auf dem Schreiben erwähnte Telefonnummer an. Nach einer Weile in der Warteschleife mit wirklich furchtbarer Musik meldete sich eine recht freundlicher Herr. Ich schilderte mein Problem und er schaute gleich in mein Kundenkonto. Es waren in der Tat noch immer die alten Kontodaten verzeichnet. Für den Lastschrifteinzug war das Konto aus einem für ihn nicht nachvollziehbaren Grund gesperrt. Er konnte auch die Sperrung nicht aufheben, wollte aber gleich mal einen wie er es nannte “Liebesbrief” an die Damen und Herren von der Buchhaltung verfassen und um Entfernung der Sperrung bitten. Meine aktuelle Bankverbindung hat er dann auch gleich aufgenommen.

Ich erklärte ihm noch, dass es mir völlig unverständlich ist, wie in es mit zwei Schreiben, die beides Formulare der Deutschen Bahn waren, in denen die Nummer des Kundenkontos schon vorausgefüllt war, passieren kann, dass noch immer die alte Bankverbindung verzeichnet ist. Er meinte daraufhin sinngemäß: “Naja, hier arbeiten so etwa 300 Leute, von denen etwa 100 was taugen …”

Eine Waschmaschine hält auch nicht ewig …

Veröffentlicht um 21:46 in Allgemeines, Nerviges von AnneMone

Das mussten wir nun schon mehrfach bei unserem Waschtrockner Foron WT 1261 A feststellen:
Einmal war ein Schlauch gerissen und der Trockner trockenete nicht mehr - in der Garantiezeit, also noch keine Belastung für den Geldbeutel. Beim nächsten Mal fiel wieder der Trockner aus. Er machte zwar noch Geräusche, als würde er trocknen, doch die Wäsche war nass und kalt, als er fertig war - die Kosten hab ich nicht mehr genau im Kopf (zwischen 200 und 300 €). Und nun sprudelte es plötzlich aus dem Waschmittelbehälter und unter der Waschmaschine hervor.

Das musste natürlich genau an dem Tag passieren, als ich schon von oben ganz kräftig nass geworden war und eigentlich vor der heißen Dusche nur schnell noch eine Waschmaschine mit meinen nassen Sachen aufsetzen wollte … Pustekuchen! Das halbe Bad stand unter Wasser - es war nur das halbe, weil ich noch neben der Maschine stand, als es anfing, daraus hervor zu sprudeln.

Wir überlegten dann, ob sich eine weitere Reparatur noch lohnen würde oder lieber gleich eine neue Waschmaschine in Haus sollte. Wir entschieden uns dann dafür, zumindest einen Monteur zu rufen, damit er sich das Problem mal anschauen und eine Schätzung abgeben konnte.

Unsere Wahl fiel auf den Herrn Sell von Lavadora. Schnell, seriös und sehr nett: Dass ich einen Tag auf seinen Besuch warten musste, lag weniger an ihm, als viel mehr an meinen Arbeitszeiten. Bei seinem Rückruf - ich hatte natürlich angerufen als er nicht im Laden war - wies er gleich auf seine Konditionen hin. Keine Anfahrt für 5 €, sondern nach der Entfernung von seinem Laden gestaffelt, dafür aber inklusive der ersten Arbeitsstunde. Und was soll ich sagen: damit war’s dann auch erledigt. Der Traps vom Waschmittelbehälter zur Trommel war massiv mit Waschmittel verstopft. Der wurde gereinigt und nun kann ich wieder waschen und trocknen.

Die Manschette - das Gummiding, das die Tür abdichtet - hat oben ein Loch und sollte auch bald ausgetauscht werden. Das wird Herr Sell demnächst machen, da ich nicht so bald wieder auf die Art nasse Füße bekommen will.

Rauchfreier Bahnhof

Veröffentlicht um 12:25 in Nerviges von AnneMone

Jeden Morgen warte ich auf einem Bahnhof, der als “Rauchfreier Bahnhof” gekennzeichnet ist, auf meine S-Bahn. Und jeden Morgen stehen neben mir Leute, die es offensichtlich überhaupt nicht interessiert. Die gehen wie ich auch jeden einzelnen dieser Morgen an dem gelben Schild vorbei, das diesen Bahnhof als rauchfrei kennzeichnet. Sie sehen genau wie ich das Symbol der durchgestrichenen Zigarette an den Trägern des Bahnhofsdaches kleben. Aber sie stellen sich auch jeden Morgen hinter das Bahnhofshäuschen, damit sie auch ja nicht vom Bahnhofspersonal wegen Ihrer Qualmerei angesprochen werden könnten, wobei ich nicht weiß, ob die Damen und Herren von der BVG/S-Bahn das tun würden.

Es nervt tierisch! Besonders toll ist es, wenn diese Raucher den letzten Zug direkt vor der S-Bahntür nehmen, die Zigarette achtlos auf den Bahnsteig werfen und dann erst in der Bahn ausatmen. Eeeeklig!

Besser ist auch bei den U-Bahnhöfen nicht, die als rauchfrei gekennzeichnet sind. Dort rauchen zwar meiner Erfahrung nach (trotz kaum noch vorhandenen Bahnpersonals auf den Bahnsteigen) weniger Leute direkt auf dem Bahnsteig, aber es gibt davor noch Areale, in denen geraucht werden darf. Dort stehen dann Gruppen von Rauchern, die sich die letzte Zigarette vor der U-Bahnfahrt reinziehen. Kommt man von der S-Bahn herunter zur U-Bahn, läuft man daher durch eine fette Wolke. Passivrauchen3! Herzlichen Dank liebe Raucher!

Scheinbar bin ich aber nicht die Einzige, die davon genervt ist:

Aber ansonsten läuft’s noch …

Veröffentlicht um 20:45 in Nerviges von AnneMone

… dachte ich gestern, als auf der Frankfurter Allee, die ich gerade bei grün überqueren wollte, ein Auto ankam und der Fahrer durchfuhr, obwohl er seit einigen Sekunden rot hatte. Die Beiden mit mir laufenden stimmten zu: ich hatte den Gedanken anscheinend laut ausgesprochen. Verwundert schaute auch der Mensch in dem Auto auf der Nebenspur, der angehalten hatte.

In Berlin gibt’s offensichtlich zu wenige Ampelblitzer, sonst könnte man sowas wohl nicht so gelassen durchziehen.

Interessehalber habe ich mal nachgeschaut, was es den Fahrer gekostet hätte, wenn er geblitzt worden wäre: Nach der folgenden Aufstellung wären das wohl mindestens 125 €, 4 Punkte und 1 Monat Fahrverbot.

Rote Ampel Geldbuße
(in EUR)
Punkte Fahrverbot
(Monate)
bei Rot über die Ampel gefahren 50 3
- mit Gefährdung 125 4 1
Rotphase länger als 1 Sekunde 125 4 1
- mit Gefährdung 200 4 1

Quelle